Industrie- und Gewerbegebiet Schnackenburgallee

Zweitgrößtes Gewerbegebiet Hamburgs

Der Industrie- und Gewerbestandort Schnackenburgallee ist der einzige zusammenhängende Standort im Hamburger Westen. Mit namhaften Produktions- und wichtigen Ver- und Entsorgungsunternehmen sichert der Industriestandort kurze Wege in die Stadt und trägt somit zur Reduktion von Wirtschaftsverkehr bei. In einer Vielzahl von Gewerbehöfen sind kleine und mittelständische Betriebe ansässig, die industrienahe Dienstleistungen anbieten und darüber hinaus auch zur gesamtstädtischen Versorgung beitragen.

Hier können Sie sich eine interaktive Karte der wichtigsten Industriestandorte in Hamburg ansehen.
 

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Standort-Kennzahlen

Industrie- und Gewerbefläche: 277 ha

Ansässige Unternehmen:  770

Sozialversicherungspflichtige Angestellte: 16.523

Gesamtumsatz aller Unternehmen: 5.184.938.000 €

Standortvorteile des Quartiers Schnackenburgallee

Wartung von Schienenfahrzeugen

Mit seiner zentralen Lage am Schienenstrang bietet der Gewerbe- und Industriestandort Schnackenburgallee die besten Bedingungen für die Herstellung und Wartung von Zügen. Im Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt werden der ICE 1 und der ICE 4 instandgehalten. In der 450 Meter langen Halle finden sich 8 aufgeständerte Gleise zur parallelen Wartung von Schnellzügen. Pro Zug dauert die Überprüfung der wichtigsten Bauteile nur circa 1,5 Stunden. Im grünen Instandhaltungswerk Stellingen werden S-Bahn-Züge gewartet. In der 160 Meter langen Halle können Züge an vier Gleisen und acht Arbeitsständen gleichzeitig gewartet und repariert werden – an sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr. Für die Stromerzeugung wird hier eine Photovoltaikanlage genutzt – diese garantiert in den Sommermonaten eine hundertprozentige Eigenversorgung. Ansonsten setzt die S-Bahn Hamburg hier ausschließlich auf 'grünen Strom'.

Internationale Manufakturen 

Die Flügel von Steinway & Sons finden sich weltweit in Wohnzimmern, Konzertsälen und Konservatorien. In der Hamburger Manufaktur werden die Flügel in zahlreichen Arbeitsschritten von Hand gefertigt. Bei einer Fabrikführung vor Ort sowie per Videodokumentation kann man den Prozess erleben. Ebenso für ein besonderes Erlebnis sorgt Montblanc. Mit seinen weltweit beliebten Schreibgeräten bietet das im Jahr 2022 fertiggestellte Montblanc Haus Einblick in aktuelle Produktwelten und die Historie. Hier finden sich unter anderem Original-Handschriften von Ikonen wie Ernest Hemingway, Frida Kahlo oder Jackie Chan sowie über 410 Montblanc Schreibgeräte - von historischen Füllfederhaltern bis hin zu den neuesten Exemplaren. Des Weiteren werden von hier ausgehend zwei öffentliche Werkführungen pro Monat angeboten.

Bezirksübergreifendes
Entwicklungskonzept 

In einem breit angelegten Entwicklungs- und Beteiligungsprozess wurde das "Nachhaltige Entwicklungskonzept für den Gewerbe- und Industriestandort Schnackenburgallee" Ende 2021 fertiggestellt. Das Projekt umfasst einen Bericht, der die Ergebnisse der vorangegangenen Standortanalyse darstellt, sowie einen Katalog mit Maßnahmen zur Aufwertung, Leistungssteigerung und zum Klimaschutz am Standort. Eine der skizzierten Maßnahmen ist die Initiierung eines lokalen Unternehmensnetzwerkes. Hierzu hat im April 2022 das erste Standortforum bei einem ansässigen Unternehmen stattgefunden. Neben den Bezirken Altona und Eimsbüttel ist eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus dem Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH (ZEBAU) in Zusammenarbeit mit der Averdung Ingenieurgesellschaft und BPW Stadtentwicklung in die Konzeptentwicklung eingebunden. 

Zentrum für Ressourcen & Energie

Am Gewerbe- und Industriestandort entsteht bis zum Jahr 2025 das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE). Dabei handelt es sich um eine der bundesweit ersten Anlagen, die neben der thermischen Verwertung (Müllverbrennungsanlage) auch Hausmüll sortiert. Nach der Inbetriebnahme sollen im ZRE ca. 323.000 Tonnen Müll, davon rund 145.000 Tonnen Hausmüll pro Jahr behandelt werden. Ab 2025 betreibt die Stadtreinigung Hamburg somit insgesamt drei Müllverwertungsanlagen, die auch in Zukunft Entsorgungssicherheit für die Stadt garantieren. Der nicht recyclebare Anteil des angelieferten Mülls geht in die thermische Verwertung. Die Anlage ist so flexibel, dass im Winter bis zu 75 MW Fernwärme ausgekoppelt werden können, im Sommer bis zu 23 MW elektrische Leistung. Zusätzlich wird ganzjährig 5 MW Wärme aus den warmen Abgasströmen der beiden Verbrennungslinien zurückgewonnen. Das ZRE soll künftig pro Jahr über 40.000 Haushalte mit Strom und rund 39.000 Haushalte mit Wärme versorgen. 

Impressionen der Schnackenburgallee

Informative Karten zur Schnackenburgallee

Infografik zur Verkehrsanbindung des Gewerbe- und Industriestandortes Schnackenburgallee

Verkehrsanbindung

Die Schnackenburgallee bietet eine optimale überregionale Anbindung und hat eine direkte Anbindung an die A7 Autobahn. Die Entfernung zur Hamburger Innenstadt beträgt ca. 20 Min., den Flughafen erreicht man in ca. 15 Autominuten.

Infografik zu den Bodenrichtwerten des Gewerbe- und Industriestandortes Schnackenburgallee

Bodenrichtwerte

Der Bodenrichtwert ist der Bodenwert eines fiktiven, für seine Umgebung idealtypischen Grundstücks. Im Gewerbegebiet Schnackenburgallee liegt der Bodenrichtwert zwischen 440 und 520 Euro je Quadratmeter.

Infografik zu den Störfallbetrieben des Gewerbe- und Industriestandortes Schnackenburgallee

Störfallbetriebe vor Ort

Unter den vielen Hamburger Unternehmen befinden sich auch einige, die mit größeren Mengen gefährlicher Stoffen umgehen, sodass bei einem Störfall Gefahren für die Nachbarschaft nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Von solchen Störfallbetrieben sind am Standort Schnackenburgallee weniger als 5 Betriebe vorhanden. 

Auszug: Unternehmen in der Schnackenburgallee

Oticon

Die Oticon GmbH wurde 1969 als deutsche Niederlassung des dänischen Hörgeräteherstellers Oticon A/S gegründet.  Das Unternehmen arbeitet seit 1904 – mit der Erfindung des ersten elektronischen Hörgeräts – an der Vision einer Welt, in welcher Hörminderung keine Einschränkung ist. Heute entwickelt Oticon Technologie, die das Leben verändert. Als einziger Hörgerätehersteller der Welt verfügt Oticon über ein eigenes Forschungszentrum. Im Dialog mit Nutzern, Wissenschaftlern, Entwicklern und Hörakustikern werden die Oticon Hörsysteme kontinuierlich weiterentwickelt, um passende Lösungen für ihre Kunden zu finden. Oticon ist mittlerweile eines der weltweit größten Hersteller digitaler Hörsysteme mit über 7.000 MitarbeiterInnen in mehr als 100 Ländern. 

Löwenstein Medical Technology

Das Unternehmen Löwenstein Medical Technology GmbH & Co. KG hat jahrzehntelange Erfahrungen und Kompetenzen in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von lebenserhaltender Medizintechnik. Unter dem Dach der Löwenstein Gruppe befinden sich neben Löwenstein Medical Technology auch die Firmen Löwenstein Medical und Löwenstein Medical Innovation. Löwenstein Medical ist Hersteller und Vertriebsunternehmen von hochwertigen Medizinprodukten mit den gewachsenen Unternehmensschwerpunkten Neonatologie, Anästhesie, Schlafmedizin und respiratorische Therapie. Zu den Produkten gehören unter anderem Anästhesiegeräte, Atemmasken, Geräte zur außerklinischen Beatmung und zur Intensivbeatmung.

Sika Automotive 

Sika Automotive Hamburg GmbH ist ein Unternehmen der Spezialitätenchemie, führend in der Entwicklung und Herstellung von Systemen und Produkten zum Kleben, Dichten, Dämpfen, Verstärken und Schützen für die Bau- und produzierende Industrie. Sika Automotive ist ein global agierender etablierter Partner der Automobil- und Zulieferindustrie. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der Schweizer Sika AG und gehört mit 270 MitarbeiterInnen zur Europazentrale des Marktfeldes Automotive.
Sika ist weltweit präsent durch Tochtergesellschaften in 101 Ländern mit über 200 Produktionsstätten und mehr als 20.000 Mitarbeitenden.

Crisp Malt

Die Crisp Malt GmbH, vormals GlobalMalt, ist eine der führenden Mälzereigruppen in Deutschland mit Malzfabriken in Hamburg und Polen. Die Jahresmalzkapazität beträgt ca. 190.000 Tonnen. GlobalMalt entstand 2000 als Joint Venture zweier Partner, Schill Malz GmbH & Co. KG und Tivoli Malz GmbH. 2011 übernahm Tivoli Malz die Anteile des Partners komplett und ist nun alleiniger Gesellschafter der Gruppe. Tivoli Malz wurde 1922 von Richard Eisenbeiss durch Kauf der ehemaligen Tivoli-Brauerei in Hamburg-Eidelstedt gegründet. Die Familie Eisenbeiss war später auch an der Holsten Brauerei maßgeblich beteiligt. Das Mutterunternehmen Crisp hat seinen Sitz in Großbritannien.

Montblanc

Seit 1906 werden bei Montblanc hochwertige Schreibgeräte produziert. Mittlerweile ergänzen Lederwaren, Uhren und auch Elektronik wie edle Kopfhörer das Sortiment der Montblanc International GmbH. Montblanc verbindet feinste europäische Handwerkskunst mit altbewährten Designs. So entstehen raffinierte Stücke, die für Tradition und für höchste Qualität stehen. 
Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Hamburg, wo etwa 1.000 der weltweit 3.300 Beschäftigten arbeiten. Im Jahr 2022 wurde das Montblanc Haus fertiggestellt. Der Schreibgeräte-Hersteller erzählt dort in einer Ausstellung seine Geschichte des Start-ups, das später das weltbekannte Unternehmen Montblanc wurde. 

Otto Dörner

Heute ist die Otto Dörner GmbH & Co. KG ein Familienbetrieb in dritter Generation mit einem Umsatz von mehr als 200 Mio. € im Jahr und beschäftigt rund 1.100 MitarbeiterInnen. Täglich sind 400 LKWs an 35 Standorten in Norddeutschland für Kunden im Einsatz. Otto Dörner hat sich seit seiner Gründung zu einem der führenden privaten Unternehmen in Norddeutschland entwickelt. Zu den Leistungen des Unternehmens gehören Entsorgung, Kies & Sand für die Bauwirtschaft, Reinigungs- und Personalservice und Abbrucharbeiten. Dabei setzt Otto Dörner zum Beispiel mit seinem Kundenportal GO und bei der eigenen intelligenten Logistik auf neueste digitale Lösungen.

Disclaimer

Hinweis zu den Gebietsgrößen: Die in den Standort-Kennzahlen genannte Industrie- und Gewerbefläche umschreibt die Bruttogebietsgrößen entsprechend der gezeigten Karten. Diese beinhalten unterschiedliche Anteile von Wasser-, Verkehrs- und Grünflächen. Somit lässt sich zwischen den einzelnen vorgestellten Standorten kein direkter Vergleich zum Beispiel der sozialversicherungspflichtig Angestellten pro Hektar anstellen.

Hinweis zu Beschäftigtenzahlen: Die Beschäftigtenzahlen stammen i.d.R. von der Agentur für Arbeit. Diese führen manchmal die Unternehmensniederlassungen und Standorte nicht einzeln, sondern liefern die Beschäftigtenzahlen nur aggregiert. In diesen Fällen können im Statistischen Unternehmensregister keine Detailzahlen bereitgestellt werden. In manchen Fällen machen sich evtl. auch die Erfassungsgrenzen bemerkbar. Es gibt für Beschäftigte gewisse Mindesterfassungsgrenzen. Somit dienen die angegebenen Zahlen lediglich als ungefähre Kenngrößen zur Orientierung.

Hinweis zu Umsatzzahlen: Die Umsatzzahlen basieren auf den Steuermeldungen der Unternehmen vom 31.12.2022. In manchen Fällen werden keine Zahlen für die einzelne Niederlassung gemeldet, sondern nur für größere Unternehmensgruppen. Diese Werte werden im Anschluss im Einzelfall aufgesplittet. Es besteht die Möglichkeit, dass Steuermeldungen nach längerer Zeit korrigiert werden. Somit dienen die angegebenen Zahlen lediglich als Kenngrößen zur Orientierung.

Hinweis zu den Bodenrichtwerten: Die Übersichtskarte zeigt normierte Bodenrichtwerte für die Nutzungen Produktion/Logistik. Die Bodenrichtwerte wurden auf eine Grundstücksgröße von 1000 m² bzw. eine wertrelevante Geschossflächenzahl von 1,0 umgerechnet (normiert). Es wird jeweils der niedrigste und der höchste normierte Bodenrichtwert im Baublock angegeben. Die Karte dient lediglich der Übersicht und ist nicht zur Wertermittlung geeignet. Unter BORIS.HH gelangen Sie zur interaktiven Bodenrichtwertkarte von Hamburg. Dort erhalten Sie ausführliche Informationen über die Bodenrichtwerte von Hamburg und die Möglichkeit, den Bodenrichtwert auf individuelle Grundstückseigenschaften umzurechnen. Die angezeigten normierten Bodenrichtwerte beziehen sich auf den Stichtag 01.01.2022.

Hinweis zu den Störfallbetrieben: Standorte der Betriebsbereiche nach §3 Abs. 5a BImSchG (sogenannte Störfallbetriebe) im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg. Weitere Metadaten / Publikation / Erstellung: 30.09.2014.

Quellenangaben: Bodenrichtwerte: Geoportal Hamburg / Störfallbetriebe: Geoportal Hamburg / Kennzahlen: Statistisches Unternehmensregister / Unternehmensbegriff: Definition hier.

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